Für ein Grundstück als Teil einer Blockbebauung in der Kölner Südstadt wurde ein Entwurf entwickelt, der den Spagat unternimmt, das schmale Grundstück in der Tiefe maximal auszunutzen und gleichzeitig für die Bewohnerschaft möglichst viel Qualität durch begrünte Außenräume zu schaffen.
Die Kubatur des Gebäudes wird stark von den bauordnungsrechtlichen Vorgaben zu den Abstandsflächen bestimmt. Hier wurde die Not zur Tugend gemacht und die notwendigen Abstaffelungen in der Höhe genutzt, um das Gebäude zu gliedern und Bereiche für Terrassen und Begrünungen zu schaffen.
Das Vorderhaus besteht aus einer Skeletttragstruktur, die es ermöglicht, die Grundrissaufteilung unabhängig von tragenden Wänden zu gestalten und damit eine hohe Flexibilität in der Nutzung zu erhalten.
Im Erdgeschoss befindet sich eine kleine Ladeneinheit, um der Qualität der gründerzeitlichen Nutzungsstruktur der Blockbebauung Rechnung zu tragen und diese fortzuführen.
Die Fassade besteht aus vorgehängten Holztafelelementen, die bereits mit integrierten Fenstern vorgefertigt und vor Ort montiert werden.
Auf dem obersten Geschoss ist eine intensive Dachbegrünung vorgesehen, um einen zusätzlichen Mehrwert für die Biodiversität im Blockinneren zu schaffen.
Ort Köln
Nutzung Wohnen/Gewerbe
Projektart Neubau
Größe ca. 925 m² BGF
Bauweise Holz-/Massivbau
Leistung Projektstudie
Bauherrschaft privat